GlykoFrost ECO-Line, GlykoFrost PRO-Line und GlykoFrost ETY-Line sind Frostschutzkonzentrate auf Basis von Glykolen, Korrosionsinhibitoren und Stabilisatoren.
Korrosion gehört zu den häufigsten Schadensursachen in wassergeführten Systemen. Sie entsteht durch elektrochemische Reaktionen zwischen Metallen, Wasser und gelösten Ionen und kann funktionsrelevante Komponenten wie Wärmetauscher, Pumpen, Ventile oder Rohrleitungen dauerhaft beeinträchtigen. Da Anlagen heutzutage in der Regel aus verschiedenen Metallen bestehen, etwa Kombinationen aus Kupfer, Messing, Stahl, Edelstahl, Aluminium oder Rotguss, steigt die Komplexität der korrosionsrelevanten Wechselwirkungen.
Schutz durch Inhibitoren
In technischen Kreisläufen wird Korrosion hauptsächlich durch eine Kombination aus geeigneten Werkstoffen, kontrollierten Wasserparametern und chemischen Inhibitoren verhindert. Die Wärmeträgerflüssigkeiten von GlykoFrost enthalten hierfür abgestimmte Additivsysteme, die mehrere Schutzmechanismen gleichzeitig bereitstellen. Sie bilden auf metallischen Oberflächen stabile, mikroskopisch dünne Schutzschichten, die den Sauerstoffzutritt bremsen und elektrochemische Reaktionen unterbinden, ohne den Wärmeübergang wesentlich zu beeinträchtigen. Sie tragen gleichzeitig zur pH-Wert-Stabilität bei und hemmen die Bildung schädlicher Zersetzungsprodukte.
Langfristige Stabilität
Besonders in geschlossenen Heiz-, Kühl- und Prozesskreisläufen ist ein langfristig stabiles chemisches Umfeld entscheidend. Fehlende oder gealterte Inhibitoren können zu Lochfraß, Spaltkorrosion oder galvanischer Korrosion führen, oft mit schleichendem Verlauf, aber immensen Folgeschäden wie Undichtigkeiten, Verschlammung und dem Ausfall von Pumpen oder Wärmetauschern. Daher gehören regelmäßige Qualitätsprüfungen der Wärmeträgerflüssigkeit, einschließlich pH-Wert, Inhibitorkonzentration und Leitfähigkeit, zum technischen Standard.
Korrosionsschutz unter thermischer Belastung
Auch in Anwendungen mit hohen Temperaturdifferenzen, wie Solaranlagen, Kälteanlagen oder industriellen Wärmeprozessen, spielt Korrosionsschutz eine funktionale Rolle. Temperaturwechsel begünstigen Stoffumsätze im Fluid und beschleunigen Materialabtrag. Die Inhibitorzusätze von GlykoFrost Glykolen sind deshalb so hergestellt, dass sie auch unter thermischer Belastung stabil bleiben und die Metalloberflächen zuverlässig schützen.
Chemische Verträglichkeit
Ein weiterer relevanter Punkt ist die Materialverträglichkeit. Viele Anlagen kombinieren empfindliche Legierungen, Aluminiumbauteile oder Lote, die bei unzureichend stabilisierten Flüssigkeiten rasch angegriffen werden können. Korrosionsschutzadditive berücksichtigen dies und sorgen für breit wirksame Verträglichkeit auch in heterogenen Systemen.
Ein wirkungsvoller Korrosionsschutz ist maßgeblich zur Betriebssicherheit, zur Energieeffizienz und zur Lebensdauer technischer Anlagen ausschlaggebend. Durch die richtige Auswahl und regelmäßige Kontrolle der Wärmeträgerflüssigkeit lassen sich Störungen, Schadensfälle und unnötige Wartungskosten nachhaltig vermeiden.